„Bei der Zusammenstellung merkt man erst, wie viel wir auch in
den vergangenen zwei Jahren getan haben.“ Brigitte Sum, wieder
gewählte Ortsverbandsvorsitzende der CDU Schenkenzell zeigte
sich selbst überrascht bei der Mitgliederversammlung im Hotel
„Sonne“ über die zahlreichen Termine und Veranstaltungen,
mit denen die Christdemokraten an die
Öffentlichkeit gegangen sind. Mit lokalen Themen, mit einer
sehr interessanten Veranstaltung wie der über „Kinder, die
starke Eltern brauchen“, mit der Durchführung der Wahlkämpfe
im Superwahljahr 2009. „Wir sind dabei auch neue Wege gegangen“,
sagte Brigitte Sum, so mit der Einrichtung eines Blogs auf der
Homepage und einem Erstwählerbrief. Jeweils aber mit
unterschiedlicher Resonanz. „Vielleicht haben manche eine Hemmschwelle,
wenn es die CDU ist, die zu einer Veranstaltung einlädt“,
stellte sie fest. Und auch die Wahlergebnisse fielen gemischt
aus –teilweise ähnlich wie im Bundes- und im Landestrend,
teilweise auch besser. Zwei herausragende Ergebnisse aber nannte
sie dann doch höchst erfreut: Die 56,7 Prozent für den
Bundestagsabgeordneten Volker Kauder und die Wiederwahl von
Bürgermeister Thomas Schenk mit 98,6 Prozent.
Angesichts einer Bilanz, „die sich sehen lassen kann und zu der
ich herzlich gratuliere“, so der CDU-Kreisvorsitzende Stefan Teufel,
war es nicht verwunderlich dass das Team um Brigitte Sum einmütig
wieder gewählt wurde und so gestärkt in eine neue Amtszeit
gehen kann. Stellvertretende Vorsitzende ist Annette Hauer, Schatzmeister
bleibt Werner Sum, dessen Kassenbestand sich in den vergangenen
Jahren halbiert hat („Aktivitäten kosten eben
Geld“) und dessen Antrag auf Erhöhung des Mitgliedsbeitrags
von bisher 40 auf nunmehr 45 Euro einstimmig angenommen wurde.
In seinem Amt als Schriftführer wurde Andreas Müller
bestätigt und Beisitzer sind Paul Armbruster, Dietmar Jehle,
Roland Heizmann, Irene Müller, Heike Schenk sowie Josef Sum.
Wie bisher werden Georg Knobel und Raimund Fischer die Kasse prüfen.
„Gute Politik entsteht durch den Dialog mit den Menschen“: So
lautet ein Leitwort des Landtagsabgeordneten Stefan Teufel, der
sich in Schenkenzell einer zweistündigen Diskussion stellte
und der bei dem von den Teilnehmern hauptsächlich diskutierten
Thema der Neustrukturierung der Krankenhauslandschaft im Kreis
bemerkte: „Nicht immer erlebe
ich, dass diese sehr emotional besetzte Frage so sachlich und
auf einem solch hohen Niveau debattiert wird.“
Dabei
hatten die Schenkenzeller auf ihre im Vergleich zu anderen
Kreisgebieten komfortable Möglichkeit verwiesen, die Krankenhäuser
in Wolfach
beziehungsweise Freudenstadt zu frequentieren. Die Diskussion
zeigte aber auch: Durch die Vorgaben von Bund und Land, durch
das „Abstimmen mit den Füßen“, durch die Notwendigkeit
von Veränderungen im gesamten gesundheitlichen Bereich ist
jeder betroffen.
„Wir als Kreisräte stehen demnächst vor einer ganz entscheidenden
Frage, wenn wir über die Zukunft unserer Krankenhäuser
entscheiden“, sagte Stefan Teufel, der für die CDU im Kreis
und für die gesamte Kreistagsfraktion feststellte: „Es darf
keine Verlierer geben. Wir wollen gewährleisten, dass es
auch in Zukunft eine gute medizinische Versorgung gibt.“ So wie
ihm die Ertüchtigung der Gäubahn („Hier haben wir erreicht,
dass Verkehrministerin Tanja
Gönner eine Million Euro vom Land zugesichert hat und Ende
Juli wird Bahnchef Grube durch Vermittlung des Bundestagsabgeordneten
Volker Kauder in den Kreis kommen.“) wichtig ist wie der Ausbau
des schnellen Internets als wichtige Standortfaktoren, „damit
wir im ländlichen Raum nicht abgehängt werden“.
Schließlich wies Altbürgermeister Paul Armbruster in
einem sehr bemerkenswerten Beitrag darauf hin, „dass das Geld,
das wir nicht haben, nicht verteilt werden kann. Wir brauchen
bei allem, was wir tun, finanzierbare Lösungen.“ Nur so sei
und bleibe die Politik glaubwürdig.
Eine Aussage, die Stefan Teufel als junger Politiker voll und
ganz unterstützte: „Die muss unser Markenzeichen sein und
bleiben.“
Der kürzeste Weg sei die Begegnung, hatte Brigitte Sum zu
Beginn einen anderes Leitmotiv von Stefan Teufel zitiert und zum
Schluss der Mitgliederversammlung gesagt: „Wir alle haben von
dieser Begegnung sehr profitiert.“